Hundekotbeutel: Hintergrundwissen

Über 4,4 Milliarden Hundekotbeutel werden schätzungsweise jährlich in Deutschland verbraucht1 – fast doppelt so viel wie leichte Kunststofftragetaschen (z. B. Obst- und Gemüsebeutel)2.

 

In diesem Beitrag bieten wir umfassendes Wissen zu Hundekotbeuteln – warum sie ein wichtiges Umweltthema sind, welche Chancen und Risiken damit verknüpft sind, welche Materialien am Markt erhältlich sind, welche Umweltauswirkungen diese haben und welche Lösungsansätze wirklich sinnvoll sind.

Warum sind Hundekotbeutel ein wichtiges Umweltthema?

Mülleimer im Park; Hundekotbeutel – Hintergrundwissen, Materialien und Umweltauswirkungen
© mustafaoncul - adobe.stock.com

Littering: Wenn Hundekotbeutel zum Umweltproblem werden

Einkaufstüten aus Kunststoff standen jahrelang sehr stark im medialen Fokus und es wurden Maßnahmen getroffen, um die durch Einkaufstüten verursachten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Bei Hundekotbeuteln ist dies jedoch weitestgehend noch nicht der Fall. Im Gegensatz zu Einkaufstüten nutzen Hundehaltende Kotbeutel verstärkt im naturnahen Bereich. Sie landen vielerorts in der Umwelt.

Die von uns im Jahr 2015 initiierte „Poop Bag Map“ zeigte eindrücklich, wie groß das Problem ist: Allein in Hamburg wurden über 5.000 Fundorte dokumentiert. Unter den Fundstücken finden sich oftmals gefaltete, unbenutzte Beutel, die offensichtlich unabsichtlich in die Umwelt eingetragen wurden (z.B. aus der Jackentasche gefallen). Zudem werden leider viele Hundekotbeutel mutwillig in der Umwelt entsorgt, überwiegend in gefülltem Zustand. Anders als bei anderen Müllarten scheint es bei Hundekotbeuteln nach wie vor bei vielen Hundehaltenden ein fehlendes Problembewusstsein zu geben. Untersuchungen zeigen, dass Littering hauptsächlich durch Bequemlichkeit, situative Umstände und kulturelle Normen bestimmt wird – nicht durch Materialeigenschaften6.

In Problemzonen finden sich teilweise über 500 Beutel auf einem Kilometer Wegstrecke. Auch bei intensiven Bemühungen lässt sich nur ein Teil der Beutel wieder einsammeln. Keine Stadtreinigung und keine Cleanup-Initiative schafft es, alle Beutel vollständig aus der Umwelt zurückzuholen. Neben den hohen Kosten, etwa durch Sammlung oder Säuberung in Randbereichen, ist ein Aufsammeln oftmals gar nicht mehr möglich. Viele Beutel sind bereits tief in Böden eingearbeitet oder in Gewässer gelangt. Zudem werden die Beutel häufig im Gebüsch entsorgt, wo sie kaum noch auffindbar sind.

Ebenfalls problematisch ist die geringe Materialstärke, da diese eine Zerkleinerung durch mechanische Belastung (z. B. Wind) beschleunigt und die zerkleinerten Stücke noch schwerer einzusammeln sind. Wenn Hundekotbeutel mit PE-Basis in die Umwelt gelangen, können sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte ein großes Plastikmüllproblem darstellen; das dabei entstehende Mikroplastik könnte von Tieren aufgenommen werden, diese schädigen und/oder in die Nahrungskette gelangen.

Hundekotbeutel am Baum – Symbol für Littering; Hundekotbeutel – Hintergrundwissen, Materialien und Umweltauswirkungen
© Anders Haukland - stock.adobe.com

Zwei Wege zur Lösung

Reduktion der Umwelteinträge

Reduktion der Umweltauswirkungen

Biologisch abbaubare Hundekotbeutel – wofür braucht man sie und worauf ist zu achten?

Die beste Lösung wäre, keine Hundekotbeutel mehr in die Natur gelangen zu lassen. Wird das Ausmaß der Umwelteinträge betrachtet, ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass Aufklärungsarbeit und optimierte Mülleimerstandorte ausreichen. Sie können das Littering-Problem nicht vollständig lösen.

Auch biologisch abbaubare Hundekotbeutel sind nicht dazu gedacht, in die Umwelt geworfen zu werden – schon alleine, weil der eingeschlossene Hundekot und die ggf. enthaltenen Krankheitserreger ja gerade aus der Umwelt herausgeholt werden sollen.

Aber: vor dem Hintergrund der Littering-Problematik können Hundekotbeutel eine Airbag-Funktion erfüllen, wenn sie bei niedrigen Temperaturen in nennenswerter Geschwindigkeit biologisch abbaubar sind.

Einige biologisch abbaubare Materialien benötigen für den Abbau Temperaturen von etwa 60 °C. Daher funktioniert der Prozess bei niedrigen Temperaturen ebenso wenig wie bei PE. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei Produkten / Materialien, die nur gemäß der europäischen Norm DIN EN 13432 („OK compost INDUSTRIAL“) zertifiziert sind. Die folgenden Zertifizierungen sind hingegen sehr gute Indikatoren für die biologische Abbaubarkeit bei niedrigen Temperaturen:

Bei den zertifizierten Biokunststoffen gibt es große Unterschiede im Hinblick auf die Abbaugeschwindigkeit. Bei diversen, selbst durchgeführten Tests in der Natur stellten wir fest, dass einige der getesteten Produkte auch nach einem Jahr noch völlig intakt waren und nur kleine Löcher aufwiesen. Zum Vergleich: unsere biologisch abbaubaren Hundekotbeutel waren in einem unserer Tests nach circa 12 Wochen fast vollständig abgebaut.

Wenn bio-abbaubare Hundekotbeutel korrekt im Restmüll entsorgt werden, haben sie bei der thermischen Verwertung ebenfalls einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Plastikbeuteln. Aus den nachwachsenden Bestandteilen des Materials wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie in der Wachstumsphase aufgenommen wurde. Im Vergleich zu PE-Beuteln aus Neugranulat ergibt sich dadurch eine deutliche CO₂-Einsparung.

Weitere Informationen auf den Seiten „Normen und Zertifikate“, „Biologisch Abbaubar“ und „FAQ“.

Welche Materialien für Hundekotbeutel gibt es und welche Umweltauswirkungen haben sie?

Auch unabhängig von der Littering-Problematik sollte möglichst immer genau hingeschaut werden, aus welchem Material die Hundekotbeutel eines Anbieters bestehen – denn das kann aus Umweltsicht einen großen Unterschied machen.

Um Verbraucher:innen, Unternehmen und Kommunen Orientierung zu geben, haben wir ein Poster entwickelt, das die verschiedenen Arten von Hundekotbeuteln – von PE-basierten über biobasierte bis hin zu papierbasierten Varianten – übersichtlich darstellt. Es zeigt außerdem, welche Umweltauswirkungen die jeweiligen Optionen haben und wie sie sich voneinander unterscheiden:

Die beste Wahl

Die Materialwahl sollte stets auch im Kontext der im Poster genannten Bewertungskriterien getroffen werden.

Fazit

Hundekotbeutel sind ein kleines Produkt mit großer Umweltwirkung. Ihr Beispiel zeigt, wie technologische Innovation und die Verantwortung jedes Einzelnen ineinandergreifen müssen, um echte Nachhaltigkeit zu erreichen. Wer umweltbewusst gestaltete Hundekotbeutel nutzt, sie richtig entsorgt und andere sensibilisiert, trägt unmittelbar zu saubereren Städten und einem besseren ökologischen Fußabdruck bei.

Ganz gleich, aus welchem Material der Beutel besteht – die richtige Entsorgung ist entscheidend. Hundekotbeutel gehören immer in den Restmüll, niemals in die Biotonne oder in die Umwelt.

Kurz gesagt: Hundekotbeutel aus zertifiziert recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien bieten die Möglichkeit, die Umweltauswirkungen von Plastik zu reduzieren, ohne auf Hygiene und Komfort zu verzichten. Wir engagieren uns seit Jahren dafür, durch Innovation, transparente Kommunikation und Aufklärung möglichst umweltverträgliche Lösungen zu schaffen – für eine saubere Umwelt und verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag.

Mehr Wissen auf diesen Seiten: Normen und Zertifikate, Biologisch abbaubar, Rezyklat, Mikroplastik, FAQ.

Quellen & weiterführende Informationen

1. Eigene Berechnung, The Sustainable People GmbH (2025), Datengrundlage: 10,5 Millionen Hunde in Deutschland (ZZF – Heimtiere in Deutschland), Durchschnittlicher Verbrauch 2,1 Hundekotbeutel pro Tag (eigene Instagram-Umfrage), Ergebnisse der Petbook-Umfrage „Entfernen Sie wirklich immer Hundekot?

2. Eurostat (2023): Verbrauch an leichten Kunststofftragetaschen nach Wandstärke

3. Hinney, B. et al. (2017): Prevalence of endoparasites in canine faecal samples, Veterinary Parasitology, Volume 245, Pages 106–115

4. Eigene Befragung deutscher Städte & eigene Marktbeobachtung, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

5. Poop Bag Map & eigene Erhebungen, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

6. Hanson, P.-A. et al. (2025): „Do Biodegradable Plastics Encourage Littering? A Critical Review“, Alder BioInsights (NNFCC Ltd Company) & BBIA

Hundekotbeutel: Hintergrundwissen

Über 4,4 Milliarden Hundekotbeutel werden schätzungsweise jährlich in Deutschland verbraucht1 – fast doppelt so viel wie leichte Kunststofftragetaschen (z. B. Obst- und Gemüsebeutel)2.

In diesem Beitrag bieten wir umfassendes Wissen zu Hundekotbeuteln – warum sie ein wichtiges Umweltthema sind, welche Chancen und Risiken damit verknüpft sind, welche Materialien am Markt erhältlich sind, welche Umweltauswirkungen diese haben und welche Lösungsansätze wirklich sinnvoll sind.

Hundekotbeutel: Hintergrundwissen

Über 4,4 Milliarden Hundekotbeutel werden schätzungsweise jährlich in Deutschland verbraucht1 – fast doppelt so viel wie leichte Kunststofftragetaschen (z. B. Obst- und Gemüsebeutel)2.

In diesem Beitrag bieten wir umfassendes Wissen zu Hundekotbeuteln – warum sie ein wichtiges Umweltthema sind, welche Chancen und Risiken damit verknüpft sind, welche Materialien am Markt erhältlich sind, welche Umweltauswirkungen diese haben und welche Lösungsansätze wirklich sinnvoll sind.

Warum sind Hundekotbeutel ein wichtiges Umweltthema?

Mülleimer im Park; Hundekotbeutel – Hintergrundwissen, Materialien und Umweltauswirkungen
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Warum sind Hundekotbeutel ein wichtiges Umweltthema?

Littering: Wenn Hundekotbeutel zum Umweltproblem werden

Einkaufstüten aus Kunststoff standen jahrelang sehr stark im medialen Fokus und es wurden Maßnahmen getroffen, um die durch Einkaufstüten verursachten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Bei Hundekotbeuteln ist dies jedoch weitestgehend noch nicht der Fall. Im Gegensatz zu Einkaufstüten nutzen Hundehaltende Kotbeutel verstärkt im naturnahen Bereich. Sie landen vielerorts in der Umwelt.

Die von uns im Jahr 2015 initiierte „Poop Bag Map“ zeigte eindrücklich, wie groß das Problem ist: Allein in Hamburg wurden über 5.000 Fundorte dokumentiert. Unter den Fundstücken finden sich oftmals gefaltete, unbenutzte Beutel, die offensichtlich unabsichtlich in die Umwelt eingetragen wurden (z.B. aus der Jackentasche gefallen). Zudem werden leider viele Hundekotbeutel mutwillig in der Umwelt entsorgt, überwiegend in gefülltem Zustand. Anders als bei anderen Müllarten scheint es bei Hundekotbeuteln nach wie vor bei vielen Hundehaltenden ein fehlendes Problembewusstsein zu geben. Untersuchungen zeigen, dass Littering hauptsächlich durch Bequemlichkeit, situative Umstände und kulturelle Normen bestimmt wird – nicht durch Materialeigenschaften6.

In Problemzonen finden sich teilweise über 500 Beutel auf einem Kilometer Wegstrecke. Auch bei intensiven Bemühungen lässt sich nur ein Teil der Beutel wieder einsammeln. Keine Stadtreinigung und keine Cleanup-Initiative schafft es, alle Beutel vollständig aus der Umwelt zurückzuholen. Neben den hohen Kosten, etwa durch Sammlung oder Säuberung in Randbereichen, ist ein Aufsammeln oftmals gar nicht mehr möglich. Viele Beutel sind bereits tief in Böden eingearbeitet oder in Gewässer gelangt. Zudem werden die Beutel häufig im Gebüsch entsorgt, wo sie kaum noch auffindbar sind.

Ebenfalls problematisch ist die geringe Materialstärke, da diese eine Zerkleinerung durch mechanische Belastung (z. B. Wind) beschleunigt und die zerkleinerten Stücke noch schwerer einzusammeln sind. Wenn Hundekotbeutel mit PE-Basis in die Umwelt gelangen, können sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte ein großes Plastikmüllproblem darstellen; das dabei entstehende Mikroplastik könnte von Tieren aufgenommen werden, diese schädigen und/oder in die Nahrungskette gelangen.

Hundekotbeutel am Baum – Symbol für Littering; Hundekotbeutel – Hintergrundwissen, Materialien und Umweltauswirkungen
© Anders Haukland - stock.adobe.com

Littering: Wenn Hundekotbeutel zum Umweltproblem werden

Einkaufstüten aus Kunststoff standen jahrelang sehr stark im medialen Fokus und es wurden Maßnahmen getroffen, um die durch Einkaufstüten verursachten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Bei Hundekotbeuteln ist dies jedoch weitestgehend noch nicht der Fall. Im Gegensatz zu Einkaufstüten nutzen Hundehaltende Kotbeutel verstärkt im naturnahen Bereich. Sie landen vielerorts in der Umwelt.

Die von uns im Jahr 2015 initiierte „Poop Bag Map“ zeigte eindrücklich, wie groß das Problem ist: Allein in Hamburg wurden über 5.000 Fundorte dokumentiert. Unter den Fundstücken finden sich oftmals gefaltete, unbenutzte Beutel, die offensichtlich unabsichtlich in die Umwelt eingetragen wurden (z.B. aus der Jackentasche gefallen). Zudem werden leider viele Hundekotbeutel mutwillig in der Umwelt entsorgt, überwiegend in gefülltem Zustand. Anders als bei anderen Müllarten scheint es bei Hundekotbeuteln nach wie vor bei vielen Hundehaltenden ein fehlendes Problembewusstsein zu geben. Untersuchungen zeigen, dass Littering hauptsächlich durch Bequemlichkeit, situative Umstände und kulturelle Normen bestimmt wird – nicht durch Materialeigenschaften6.

In Problemzonen finden sich teilweise über 500 Beutel auf einem Kilometer Wegstrecke. Auch bei intensiven Bemühungen lässt sich nur ein Teil der Beutel wieder einsammeln. Keine Stadtreinigung und keine Cleanup-Initiative schafft es, alle Beutel vollständig aus der Umwelt zurückzuholen. Neben den hohen Kosten, etwa durch Sammlung oder Säuberung in Randbereichen, ist ein Aufsammeln oftmals gar nicht mehr möglich. Viele Beutel sind bereits tief in Böden eingearbeitet oder in Gewässer gelangt. Zudem werden die Beutel häufig im Gebüsch entsorgt, wo sie kaum noch auffindbar sind.

Ebenfalls problematisch ist die geringe Materialstärke, da diese eine Zerkleinerung durch mechanische Belastung (z. B. Wind) beschleunigt und die zerkleinerten Stücke noch schwerer einzusammeln sind. Wenn Hundekotbeutel mit PE-Basis in die Umwelt gelangen, können sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte ein großes Plastikmüllproblem darstellen; das dabei entstehende Mikroplastik könnte von Tieren aufgenommen werden, diese schädigen und/oder in die Nahrungskette gelangen.

Hundekotbeutel am Baum – Symbol für Littering; Hundekotbeutel – Hintergrundwissen, Materialien und Umweltauswirkungen
© Anders Haukland - stock.adobe.com

Zwei Wege zur Lösung

Reduktion der Umwelteinträge

Reduktion der Umweltauswirkungen

Biologisch abbaubare Hundekotbeutel – wofür braucht man sie und worauf ist zu achten?

Die beste Lösung wäre, keine Hundekotbeutel mehr in die Natur gelangen zu lassen. Wird das Ausmaß der Umwelteinträge betrachtet, ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass Aufklärungsarbeit und optimierte Mülleimerstandorte ausreichen. Sie können das Littering-Problem nicht vollständig lösen.

Auch biologisch abbaubare Hundekotbeutel sind nicht dazu gedacht, in die Umwelt geworfen zu werden – schon alleine, weil der eingeschlossene Hundekot und die ggf. enthaltenen Krankheitserreger ja gerade aus der Umwelt herausgeholt werden sollen.

Aber: vor dem Hintergrund der Littering-Problematik können Hundekotbeutel eine Airbag-Funktion erfüllen, wenn sie bei niedrigen Temperaturen in nennenswerter Geschwindigkeit biologisch abbaubar sind.

Einige biologisch abbaubare Materialien benötigen für den Abbau Temperaturen von etwa 60 °C. Daher funktioniert der Prozess bei niedrigen Temperaturen ebenso wenig wie bei PE. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei Produkten / Materialien, die nur gemäß der europäischen Norm DIN EN 13432 („OK compost INDUSTRIAL“) zertifiziert sind. Die folgenden Zertifizierungen sind hingegen sehr gute Indikatoren für die biologische Abbaubarkeit bei niedrigen Temperaturen:

Bei den zertifizierten Biokunststoffen gibt es große Unterschiede im Hinblick auf die Abbaugeschwindigkeit. Bei diversen, selbst durchgeführten Tests in der Natur stellten wir fest, dass einige der getesteten Produkte auch nach einem Jahr noch völlig intakt waren und nur kleine Löcher aufwiesen. Zum Vergleich: unsere biologisch abbaubaren Hundekotbeutel waren in einem unserer Tests nach circa 12 Wochen fast vollständig abgebaut.

Wenn bio-abbaubare Hundekotbeutel korrekt im Restmüll entsorgt werden, haben sie bei der thermischen Verwertung ebenfalls einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Plastikbeuteln. Aus den nachwachsenden Bestandteilen des Materials wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie in der Wachstumsphase aufgenommen wurde. Im Vergleich zu PE-Beuteln aus Neugranulat ergibt sich dadurch eine deutliche CO₂-Einsparung.

Weitere Informationen auf den Seiten „Normen und Zertifikate“, „Biologisch Abbaubar“ und „FAQ“.

Biologisch abbaubare Hundekotbeutel – wofür braucht man sie und worauf ist zu achten?

Die beste Lösung wäre, keine Hundekotbeutel mehr in die Natur gelangen zu lassen. Wird das Ausmaß der Umwelteinträge betrachtet, ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass Aufklärungsarbeit und optimierte Mülleimerstandorte ausreichen. Sie können das Littering-Problem nicht vollständig lösen.

Auch biologisch abbaubare Hundekotbeutel sind nicht dazu gedacht, in die Umwelt geworfen zu werden – schon alleine, weil der eingeschlossene Hundekot und die ggf. enthaltenen Krankheitserreger ja gerade aus der Umwelt herausgeholt werden sollen.

Aber: vor dem Hintergrund der Littering-Problematik können Hundekotbeutel eine Airbag-Funktion erfüllen, wenn sie bei niedrigen Temperaturen in nennenswerter Geschwindigkeit biologisch abbaubar sind.

Einige biologisch abbaubare Materialien benötigen für den Abbau Temperaturen von etwa 60 °C. Daher funktioniert der Prozess bei niedrigen Temperaturen ebenso wenig wie bei PE. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei Produkten / Materialien, die nur gemäß der europäischen Norm DIN EN 13432 („OK compost INDUSTRIAL“) zertifiziert sind. Die folgenden Zertifizierungen sind hingegen sehr gute Indikatoren für die biologische Abbaubarkeit bei niedrigen Temperaturen:

Bei den zertifizierten Biokunststoffen gibt es große Unterschiede im Hinblick auf die Abbaugeschwindigkeit. Bei diversen, selbst durchgeführten Tests in der Natur stellten wir fest, dass einige der getesteten Produkte auch nach einem Jahr noch völlig intakt waren und nur kleine Löcher aufwiesen. Zum Vergleich: unsere biologisch abbaubaren Hundekotbeutel waren in einem unserer Tests nach circa 12 Wochen fast vollständig abgebaut.

Wenn bio-abbaubare Hundekotbeutel korrekt im Restmüll entsorgt werden, haben sie bei der thermischen Verwertung ebenfalls einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Plastikbeuteln. Aus den nachwachsenden Bestandteilen des Materials wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie in der Wachstumsphase aufgenommen wurde. Im Vergleich zu PE-Beuteln aus Neugranulat ergibt sich dadurch eine deutliche CO₂-Einsparung.

Weitere Informationen auf den Seiten „Normen und Zertifikate“, „Biologisch Abbaubar“ und „FAQ“.

Welche Materialien für Hundekotbeutel gibt es und welche Umweltauswirkungen haben sie?

Auch unabhängig von der Littering-Problematik sollte möglichst immer genau hingeschaut werden, aus welchem Material die Hundekotbeutel eines Anbieters bestehen – denn das kann aus Umweltsicht einen großen Unterschied machen.

Um Verbraucher:innen, Unternehmen und Kommunen Orientierung zu geben, haben wir ein Poster entwickelt, das die verschiedenen Arten von Hundekotbeuteln – von PE-basierten über biobasierte bis hin zu papierbasierten Varianten – übersichtlich darstellt. Es zeigt außerdem, welche Umweltauswirkungen die jeweiligen Optionen haben und wie sie sich voneinander unterscheiden:

Welche Materialien für Hundekotbeutel gibt es und welche Umweltauswirkungen haben sie?

Auch unabhängig von der Littering-Problematik sollte möglichst immer genau hingeschaut werden, aus welchem Material die Hundekotbeutel eines Anbieters bestehen – denn das kann aus Umweltsicht einen großen Unterschied machen.

Um Verbraucher:innen, Unternehmen und Kommunen Orientierung zu geben, haben wir ein Poster entwickelt, das die verschiedenen Arten von Hundekotbeuteln – von PE-basierten über biobasierte bis hin zu papierbasierten Varianten – übersichtlich darstellt. Es zeigt außerdem, welche Umweltauswirkungen die jeweiligen Optionen haben und wie sie sich voneinander unterscheiden:

Die beste Wahl

Die Materialwahl sollte stets auch im Kontext der im Poster genannten Bewertungskriterien getroffen werden.

Die beste Wahl

Die Materialwahl sollte stets auch im Kontext der im Poster genannten Bewertungskriterien getroffen werden.

Fazit

Hundekotbeutel sind ein kleines Produkt mit großer Umweltwirkung. Ihr Beispiel zeigt, wie technologische Innovation und die Verantwortung jedes Einzelnen ineinandergreifen müssen, um echte Nachhaltigkeit zu erreichen. Wer umweltbewusst gestaltete Hundekotbeutel nutzt, sie richtig entsorgt und andere sensibilisiert, trägt unmittelbar zu saubereren Städten und einem besseren ökologischen Fußabdruck bei.

Ganz gleich, aus welchem Material der Beutel besteht – die richtige Entsorgung ist entscheidend. Hundekotbeutel gehören immer in den Restmüll, niemals in die Biotonne oder in die Umwelt.

Kurz gesagt: Hundekotbeutel aus zertifiziert recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien bieten die Möglichkeit, die Umweltauswirkungen von Plastik zu reduzieren, ohne auf Hygiene und Komfort zu verzichten. Wir engagieren uns seit Jahren dafür, durch Innovation, transparente Kommunikation und Aufklärung möglichst umweltverträgliche Lösungen zu schaffen – für eine saubere Umwelt und verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag.

Mehr Wissen auf diesen Seiten: Normen und Zertifikate, Biologisch abbaubar, Rezyklat, Mikroplastik, FAQ.

Quellen & weiterführende Informationen

1. Eigene Berechnung, The Sustainable People GmbH (2025), Datengrundlage: 10,5 Millionen Hunde in Deutschland (ZZF – Heimtiere in Deutschland), Durchschnittlicher Verbrauch 2,1 Hundekotbeutel pro Tag (eigene Instagram-Umfrage), Ergebnisse der Petbook-Umfrage „Entfernen Sie wirklich immer Hundekot?

2. Eurostat (2023): Verbrauch an leichten Kunststofftragetaschen nach Wandstärke

3. Hinney, B. et al. (2017): Prevalence of endoparasites in canine faecal samples, Veterinary Parasitology, Volume 245, Pages 106–115

4. Eigene Befragung deutscher Städte & eigene Marktbeobachtung, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

5. Poop Bag Map & eigene Erhebungen, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

6. Hanson, P.-A. et al. (2025): „Do Biodegradable Plastics Encourage Littering? A Critical Review“, Alder BioInsights (NNFCC Ltd Company) & BBIA

Fazit

Hundekotbeutel sind ein kleines Produkt mit großer Umweltwirkung. Ihr Beispiel zeigt, wie technologische Innovation und die Verantwortung jedes Einzelnen ineinandergreifen müssen, um echte Nachhaltigkeit zu erreichen. Wer umweltbewusst gestaltete Hundekotbeutel nutzt, sie richtig entsorgt und andere sensibilisiert, trägt unmittelbar zu saubereren Städten und einem besseren ökologischen Fußabdruck bei.

Ganz gleich, aus welchem Material der Beutel besteht – die richtige Entsorgung ist entscheidend. Hundekotbeutel gehören immer in den Restmüll, niemals in die Biotonne oder in die Umwelt.

Kurz gesagt: Hundekotbeutel aus zertifiziert recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien bieten die Möglichkeit, die Umweltauswirkungen von Plastik zu reduzieren, ohne auf Hygiene und Komfort zu verzichten. Wir engagieren uns seit Jahren dafür, durch Innovation, transparente Kommunikation und Aufklärung möglichst umweltverträgliche Lösungen zu schaffen – für eine saubere Umwelt und verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag.

Mehr Wissen auf diesen Seiten: Normen und Zertifikate, Biologisch abbaubar, Rezyklat, Mikroplastik, FAQ.

Quellen & weiterführende Informationen

1. Eigene Berechnung, The Sustainable People GmbH (2025), Datengrundlage: 10,5 Millionen Hunde in Deutschland (ZZF – Heimtiere in Deutschland), Durchschnittlicher Verbrauch 2,1 Hundekotbeutel pro Tag (eigene Instagram-Umfrage), Ergebnisse der Petbook-Umfrage „Entfernen Sie wirklich immer Hundekot?

2. Eurostat (2023): Verbrauch an leichten Kunststofftragetaschen nach Wandstärke

3. Hinney, B. et al. (2017): Prevalence of endoparasites in canine faecal samples, Veterinary Parasitology, Volume 245, Pages 106–115

4. Eigene Befragung deutscher Städte & eigene Marktbeobachtung, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

5. Poop Bag Map & eigene Erhebungen, The Sustainable People GmbH (2015–2025)

6. Hanson, P.-A. et al. (2025): „Do Biodegradable Plastics Encourage Littering? A Critical Review“, Alder BioInsights (NNFCC Ltd Company) & BBIA

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